Kaffee ist meine Leidenschaft. Diese Leidenschaft für guten Kaffee begleitet mich schon sehr lange. Als Soldat habe ich lange den typischen Truppenkaffee bzw. später auch den klassischen Bürokaffee getrunken. Wer schon mal in den Genuss eines klassischen Kantinenkaffees gekommen ist, weiß sicher um die Qualität dieses Getränks. Dieser Kaffee erfüllt oft genug den Zweck „wach werden“ bzw „wach bleiben“, jedoch kann man ihn nicht wirklich als „Genuss“ bezeichnen. 

Umso mehr habe ich den Kaffee genossen, den ich außerhalb von Kasernen, Dienststellen, Übungsplätzen etc. trinken konnte.  

Maßgeblich beeinflusst hat mich ganz sicher das Jahr 2006. Im Frühjahr 2006 wurde ich dienstlich nach Neapel/Italien versetzt und so zog ich mit der Familie im Gepäck für 3,5 Jahre nach „Bella Napoli“. Die Italiener sind ja neben Pizza und Pasta bekannt für ihren guten Espresso. Hier genießt man die gute Bohne in der Tasse und schaut dabei dem Barista beim mahlen des Kaffees und der Zubereitung aus einer klassischen italienischen Siebträgermaschine zu. Leidenschaft pur. Diese Leidenschaft ist in Neapel sicherlich ganz besonders ausgeprägt und ich habe mich spätestens hier komplett von ihr mitreißen lassen um diese dann von Neapel nach Brüssel, von Brüssel nach Berlin und schließlich nach Falkensee mitzunehmen.  

Von nun an stand guter Kaffee und gerade auch die Zubereitung noch weitaus mehr im Fokus. Bei Café Besuchen schaue ich noch heute anderen Baristas bei der Zubereitung der unterschiedlichsten Kaffeegetränke zu und suche dabei immer wieder den offenen Erfahrungsaustausch rund um das Thema Kaffee.  

Warum ich Kaffee röste

Mit der ersten Siebträgermaschine und der dazu passenden Kaffeemühle zog ein gewisser (Kaffee-)Standard in den Haushalt ein, auf den ich schon sehr stolz war. Trotzdem war das alles für mich noch nicht „rund“ genug. Ich habe dann irgendwann für mich festgestellt, dass vermeintlich guter Kaffee (der mitunter auch sehr teuer sein kann) zwar gut und lecker schmecken kann, ich aber nie zu 100% das in der Tasse haben werde, was mir persönlich am besten schmeckt. Etwas zu fruchtig, etwas zu viel Säure, etwas zu viele Röstaromen und so weiter und so fort.  

Mein Ziel war es nun also, mit einem eigenen Trommelröster meinen eigenen Kaffee für mich zu rösten. Ganz nach meinem Geschmack. Schließlich habe ich mir meinen Traum vom eigenen Röster im Frühjahr 2018 erfüllen können. Ein ganz besonderer Moment. Bis dahin war mir nicht bewusst, dass meine Liebe und meine Leidenschaft rund um die Kaffeebohne noch größer werden könnte. Bis heute zeigt mir jedoch jeder einzelne Röstvorgang, dass dem so ist.  

Nachdem ich nun mein für mich perfektes Röstprofil ausgearbeitet hatte, habe ich die Gäste des Hauses fortan natürlich immer wieder zum verköstigen gedrängt. Und siehe da: “Mein“ Kaffee war auch für meine Gäste zuhause in Falkensee etwas Besonderes und so wurde ich immer öfter mit der Frage konfrontiert, ob ich den Kaffee nicht auch verkaufen würde. Die Wertschätzung meiner Röstergebnisse hat mich natürlich sehr geehrt, jedoch ist der Verkauf von Röstkaffee schon aufgrund der in Deutschland bestehenden Kaffeesteuer (immerhin 2,19€/kg) nicht so einfachIrgendwann kam ich aber dann doch zu einem Punkt, an dem ich für mich selbst diese Argumente nicht mehr zulassen wollte. Warum eigentlich nicht? Warum sollst du die Menschen nicht auch außerhalb deiner vier Wände an deiner Leidenschaft teilhaben lassen? Kaffee verbindet die Welt. Und so habe ich schließlich aus der Leidenschaft Kaffeerösten ein Gewerbe mit meiner eigenen Marke Coffee Sergeant“ angemeldet.  

Warum „Coffee Sergeant“?

Zunächst ging es eigentlich vornehmlich um einen für mich passenden Instagram Name. Das Thema Kaffee war aufgrund meiner Leidenschaft ja bereits gesetzt. Aber die persönliche Verbindung zu mir hat irgendwie dabei noch gefehlt. Bei den ganzen Gedankenspielen bin ich dann schließlich bei meinem Beruf als Soldat hängengeblieben. Es sollte ein Begriff aus meiner hauptberuflichen Tätigkeit sein. Ein Begriff der mich nachhaltig geprägt hat und der ein wichtiger Schritt in meiner Laufbahn war. Ein ganz entscheidender Schritt in Richtung Berufssoldat ist die Ausbildung zum Feldwebel. Mit dem bestandenen Lehrgang und der Beförderung zum Feldwebel ist man zugleich der “Meister seines Fachs“ – nun liegt meine Beförderung zum Feldwebel schon über 20 Jahre zurück und zwischenzeitlich bin ich glücklicherweise bis zum Enddienstgrad (Oberstabsfeldwebel) in meiner Laufbahn befördert worden, jedoch war diese Beförderung zum Feldwebel im Jahr 1999 im hessischen Schwarzenborn eine ganz besondere. “Meister seines Fachs“ – das war für mich ein passender Ansporn, meine Leidenschaft zum Kaffee entsprechend weiter auszubauen.

Instagram und die Kaffee-Community sind ja nun zum einen international, zum anderen fand ich aber auch den “Kaffee Feldwebel“ als Instagram-Name nicht wirklich ansprechend. Der “Sergeant“ (engl. für Feldwebel) hingegen passt da aus meiner Sicht bedeutend besser. Der Name Coffee Sergeant“ war also von nun an gesetzt. Und so entstand schließlich auch mein eigenes Logo, welches ich mir auch beim Deutschen Patent- und Markenamt habe schützen lassen. Eine Kaffeetasse in einem amerikanischem Dienstgradabzeichen (Sergeant Major = Oberstabsfeldwebel).

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